Haushaltsauflösung vorbereiten
Die meiste Arbeit bei einer Auflösung liegt nicht im Tragen, sondern in den Wochen davor. Was Sie erledigen sollten, in der Reihenfolge, in der es anfällt.
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Vom Übergabetermin rückwärts planen
Fast jede Auflösung hat einen festen Endpunkt: die Wohnungsübergabe an den Vermieter, den Notartermin, den Einzugstermin des Nachmieters. Alles andere richtet sich danach.
Vom Übergabetermin aus rückwärts gerechnet brauchen Sie:
- Einen Tag Puffer zwischen Räumung und Übergabe. Wenn beim Ausräumen ein Schaden sichtbar wird, der vorher von einem Schrank verdeckt war, wollen Sie das nicht am Übergabetag zum ersten Mal sehen.
- Ein bis zwei Tage für die Räumung selbst, je nach Menge.
- Mehrere Tage für die Halteverbotszone, falls die Straße eng ist. Die Fristen setzen die Städte, sie sind unterschiedlich, und in manchen Kommunen müssen die Schilder mehrere Tage vorher stehen.
- Ein bis drei Tage bis zur Besichtigung, plus die Zeit, die Sie zum Vergleichen der Angebote brauchen.
Wer zwei Wochen Vorlauf hat, kann in Ruhe planen. Wer drei Tage hat, bekommt das auch hin, zahlt aber möglicherweise Zuschläge für kurzfristige Genehmigungen.
Vor der Besichtigung
Sie müssen nichts aufräumen, nichts aussortieren und nichts wegtragen. Für die Einschätzung ist es sogar besser, wenn wir den Zustand sehen, wie er ist. Hilfreich ist nur dreierlei:
- Alle Räume zugänglich machen. Auch Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus. Was wir nicht sehen, ist nicht im Festpreis.
- Den Übergabetermin kennen. Danach planen wir rückwärts.
- Wissen, was bleiben soll. Grob reicht, wir gehen es gemeinsam durch.
Wertsachen und Unterlagen zuerst
Das ist der einzige Teil, den niemand anderes für Sie erledigen kann. Gehen Sie einmal systematisch durch die Wohnung, bevor geräumt wird:
- Ausweise, Urkunden, Verträge, Policen, Rentenbescheide, Sparbücher
- Bargeld, Schmuck, Uhren, Münzen
- Fotos, Briefe, Erinnerungsstücke
- Schlüssel zu Keller, Garage, Gartenhaus und Bankschließfach
Sehen Sie dabei in Schubladen, Büchern, Manteltaschen und im Gefrierfach nach. Dort wird auffallend häufig Bargeld gefunden. Wir sichern solche Funde zwar und übergeben sie Ihnen, aber Sie wissen besser, wonach Sie suchen. Welche Unterlagen aufzuheben sind und welche Fristen dabei gelten, steht unter Dokumente bei der Haushaltsauflösung.
Markieren, was bleibt
Der praktischste Weg: Alles, was Sie behalten wollen, kommt in einen Raum, und dieser Raum bleibt zu. Alternativ kleben Sie farbige Punkte oder Klebeband auf die betreffenden Stücke.
Was nicht markiert ist, wird geräumt. Absprachen nur mündlich am Räumtag funktionieren nicht, weil am Räumtag mehrere Leute arbeiten und nicht alle beim Gespräch dabei waren.
Zugang und Parken klären
- Schlüssel. Haustür, Wohnungstür, Keller, Garage. Ein Satz reicht, wenn wir ihn am Räumtag bekommen. Sie müssen nicht dabei sein.
- Aufzug. Manche Hausverwaltungen verlangen eine Anmeldung oder verlangen, dass der Aufzug ausgekleidet wird. Fragen Sie nach, bevor der Termin steht.
- Halteverbotszone. Übernehmen wir, wir brauchen dafür nur Ihren Wunschtermin rechtzeitig. Welchen Vorlauf Ihre Stadt verlangt, steht auf den Seiten unter Standorte und Einsatzgebiet.
- Nachbarn. Eine kurze Ansage im Treppenhaus erspart Diskussionen, wenn am Räumtag der Flur voll steht.
Was Sie parallel erledigen können
Diese Punkte haben mit der Räumung nichts zu tun, laufen aber auf denselben Termin zu:
- Strom, Gas, Wasser: Zählerstände notieren und fotografieren, dann ummelden
- Telefon, Internet, Rundfunkbeitrag, Abonnements
- Nachsendeauftrag bei der Post
- Versicherungen, besonders die Hausratversicherung
- Bei einem Todesfall zusätzlich: Renten- und Krankenkasse, Banken, Behörden
Die vollständige Liste zum Abhaken steht in der Checkliste.
Am Räumtag
Wenn Sie dabei sind, halten Sie sich bereit für Rückfragen, aber helfen Sie nicht mit. Das klingt unhöflich, ist aber ernst gemeint: In einem Treppenhaus, in dem zwei Leute eine Schrankwand tragen, ist eine dritte Person im Weg, und für Ihre eigenen Verletzungen greift unsere Betriebshaftpflicht nicht.
Wenn Sie nicht dabei sein möchten, reichen ein Schlüssel und eine erreichbare Telefonnummer. Bei einer Auflösung nach einem Todesfall ist das für viele Angehörige der leichtere Weg, und es ist völlig in Ordnung.
Nach der Räumung, vor der Übergabe
- Alle Räume ansehen, auch Keller und Garage
- Fotos der leeren Räume machen, mit Datum
- Zählerstände erneut ablesen
- Prüfen, ob noch Arbeiten anstehen: Dübellöcher, Farbunterschiede, beschädigte Bodenbeläge. Was davon Sie schulden, hängt vom Mietvertrag ab, dazu mehr auf der Seite Wohnungsauflösung.
- Übergabeprotokoll vorbereiten und die Schlüsselanzahl festhalten
Wie der Ablauf auf unserer Seite aussieht, vom ersten Anruf bis zur Übergabe, steht unter Ablauf.